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Ein 25 Jahre alter Golf. Zwei blutige Anfänger. Ein Elektroniker und eine

Kfz-Mechatronikerin. Wochenlange Arbeit in der Garage. Erste Lackierungen. Ein gemeinsamer Traum. Das erste Rennen. Das Ziel.

 

Hier kannst du unseren ganzen Verlauf vom Aufbau des Golf 2 bis zu den ersten Rennen verfolgen. Wir hoffen auch das wir euch bei Fragen weiterhelfen können, zu dem Thema "Rallye". Falls irgendetwas unklar ist schreibt uns einfach persönlich an. Das sind ein paar Tipps und Tricks wie ihr es schafft euern Golf für den Golf Cup beispielsweise selbst aufzubauen. 

 

29. Mai 2015
Der Kauf

Es war ein langes hin und her bis wir endlich einen passenden Golf gefunden haben. Schaut am besten in einem Internetportal oder hört euch ein wenig um. Wir fuhren zwei Mal bis in den Schwarzwald um das Auto zu holen. Der Golf gewinnt langsam immer mehr an Wert da er zu den Youngtimern zählt. Dieser sollte 90 Ps haben. Im Golf Cup sindHubraum und Leistung vorgeschrieben, ebenso darf man nichts an Motor, Innenausstattung usw. verändern. Rücksitzbank muss ebenfalls im Fahrzeug vorhanden bleiben.

 

13. Juni 2015
Alte Spuren des Golfs entfernen


Aufkleber und getönte Scheiben. Der Golf gehörte einer jungen Dame,diese bekam ihn aus 3. Hand.Er hatte schon viel mitgemacht. Ein älterer Mann hatte die Innenausstattung in Holzdesign ausgestattet. Ein ebenfalls junger Mann hatte daraufhin ein Sportlenkrad eingebaut und die Frau die Heck- und Seitenfenster mit Folie und Aufkleber überklebt. Diese Aufkleber und die getönten Scheiben sind nicht erlaubt und Jasmin (Nina´s Schwester) und Marcel entfernten sie mühsam. Am besten nehmt ihr dafür einen ganz normalen Föhn und haltet ihn an Folie und Aufkleber um ihn danach mit einem Schaber abzuziehen. Vorsicht mit den Fingern den Marcel hat sie sich 100 Mal verbrannt und ich kann euch sagen dass das alles andere als schön ist. 

 

Rostflecken. Den Rost entfernten wir mit zwei Schleifmaschinen. 

Diese gibts in Baumärkten zu kaufen. Am besten setzt ihr euch Kopfhörer auf und einen Mundschutz und eine Schutzbrille. Es ist ein mühseliges Geschäft aber daraufhin sind fast alle Rostansätze verschwunden. Doch leider entdeckten wir das am Ende an der Abschleppöse der Rost schon so weit vortgeschritten war, das wir das Stück rausflexen mussten und daraufhin ein Stück Blech wieder hinschweißen. 

 

Nachdem wir alles sorgfälltig abgeklebt hatten, fingen wir an die Stellen abzuschleifen die wir daraufhin mit Grundierung einsprühten. Je nach Hersteller trocknen lassen und daraufhin das Auto mit Sprühdosen lackiert. Das Schwerste dabei ist, nicht zu lange auf eine Stelle zu sprühen da es sonst Tropfnasen gibt. Nachdem wir fertig waren, waren wir bei dem gefühlten 50ten Bierkasten den wir nach jeder Tropfnase hätten ausgeben sollen, worauf Nina´s Vater sich jedoch erbarmte und über unsere ersten Versuche hinweg sah. Der längste Aufwand ist tatsächlich die Abkleberei und nicht das Lackieren an sich. Denn für das Abkleben und wieder Abziehen benötigt man viel Nerven und Zeit. Das Wichtigste ist alles so sauber wie möglich abzukleben da später jede Rille und Unsauberkeit erkennbar ist. Am besten zieht man die Kunststoffzierleisten an den Seiten ab, diese sind nur geklippst. 

 

 

 

Die Bremsscheiben und -klötze waren unten. Das war Nina´s Aufgabe diese zu wechseln. Dafür muss man selbstverständlich als  erstes die Reifen abmontieren. Danach schraubt man die Schrauben des Bremshalters raus, dieser befindet sich auf dem Bremssattel vor den Bremsklötzen. Danach die Schrauben des Bremssattels. Dadurch kommen die Bremsklötze zum Vorschein, die meist einfach herrauszunehmen sind. Nachdem der Sattel weg ist, kann man die Bremsscheibe mit einer einzellnen Schraube darauf lösen und abnehmen. Danach alles in umgekehrter Reihenfolge. Wichtig ist an den Bremsklötzen ein wenig Bremspaste an die Flächen, die auf dem Bremssattel auf den Auflagen aufsitzten, aufzutragen: NUR AUF DER AUFLAGEFLÄCHE DES BREMSSATTELS NICHT ZWISCHEN SCHEIBE UND KLÖTZE ODER SONST WO. Den  Bremssattel je nach Hersteller z. B mit 120 Nm anziehen. Am Bremssattel ist ein Kolben den man mit einer Zange zurückziehen kann. Nachdem man alle Schrauben wieder angezogen hat und die Reifen ebenfalls muss man die Bremse mehrmals durchtreten damit sie funktioniern NICHT SOFORT LOSFAHREN. Im großen und ganzen war es das dann schon.

 

 

 

Neuer Auspuff

 

Da der alte Endtopf unserer Abgasanlage sowie die Halterungen ebenfalls schon fast durchgerostet waren entschieden wir uns diesen zu tauschen. Kleiner aber toller nebenfekt: besserer Sound :D

Der Tausch ging zum Glück relativ einfach. Wir entfernten die Gummihalterungen und lösten die Schelle die den Endtopf mit dem KAT verband. Da es wohl noch der orginale Endtopf war, war er extrem eingerostet. Wir sprühten Rostlöser in die Verbindung und schlugen mit einem Schraubenzieher und Hammer gegen das Rohr des Endtopfes. Nach einigen Schlägen und kräftigen ziehen löste sich schließlich der Endtopf. Die Verbindung des neuen Endtopfes schmierten wir mit Kupferpaste ein um einem erneuten festrosten entgegen zu wirken. Anschließend befestigten wir die Schraubschelle wieder an dem Verbindungsstück um den Enstopf wieder fest mit dem Kat zu verbinden. Die Halterungen für die Auspuffgummis mussten wir noch ein bisschen zurechtbiegen. Endresultat von 30min. Arbeit: besserer Sound und besseres Aussehen.

 

 

 

Drehzahlmesser mit Schaltlampe

 

Inspiriert wurden wir von einem anderen Rallyeteam wo dies im Auto verbaut hatten auf dem Rallyesprint in Winnenden. Auf Ebay haben wir diesen mit einem seperaten Schaltblitz gefunden. Der Einbau gestaltete sich zum Glück einfacher als gedacht da wir ja schon die anderen Zusatzinstrumente eingebaut hatten. Daher hatten wir schon Kabel in den Motorraum gezogen. Laut Schaltplan mussten wir den Drehzahlmesser mit Zündungsplus und Masse sowie mit Masse der Zündspule verbinden. Wir entschieden uns die Ansteuerung über einen Schalter anstatt über Zündung zu realisieren. Wir befestigsten das Kabel dass in den Motorraum musste zusammen mit einem zweiten an einem das schon vorhanden war und zogen dieses durch die Amatur in den Motorraum. Das erste Kabel schlossen wir mit einem Stromdieb am Minuspol der Zündspule an. Das zweite Kabel nutzen wir um das ursprünglich vorhandene Kabel wieder zurück in den Innenraum zu ziehen. Nun mussten wir den Drehzahlmesser nur mit Hilfe eines Winkels an der Amatur befestigen und die Drehzahlobergrenze einstellen um den Schaltblitz zu aktivieren.

 

 

 

Marci am Ausbau der Verkleidung und den Sitzen

04. Januar 2016

 

Golf ausbau!

 

Um den Überrollkäfig einbauen zu können, mussten wir den kompletten Innenraum unseres Golf's leerräumen. Wir lösten die Schrauben der Rückbank und schoben diese über den Kofferraum heraus. Als nächstes waren die Vordersitze dran die Schrauben der Sitzschienen waren schnell gelöst und im umgeklappten zustand konnten wir die Sitze zur Tür heraus heben. Anschließend schraubten wir die Sicherheitsgurte heraus und lösten den Teppich.

 

 

 

05. Januar 2016

 

Felgen lackieren

 

Um die Felgen zu lackieren muss man sie als erstes an allen Stellen die zu Lackieren sind anschleifen. Das Maximale Schleifpapier was man dabei verwenden sollte ist eins mit 80er körnung da dies sonst zu grob wird und riefen hinterlässt. Die Felgen haben wir daraufhin grundiert und lackiert. Schon feritg sind die auffälligen Felgen. 

 

Felgen lackiert

 

05. Januar 2016

 

Überrollkäfig lackieren

 

Den Käfig grundierten wir komplett damit er nicht rostete. Danach sprüten wir den Käfig in dem gleichen Grün wie die Felgen an. Wir mussten ihn zwei Mal drehen um an alle Stellen zu kommen. Insgesamt verbrauchten wir 4 Dosen Grundierung und noch einmal 4 Dosen für den Lack.

 

 

06. Januar 2016

 

Armaturenbrett ausbau!

 

Heute war ein spannender Tag. Wir schraubten heute den ganzen Tag die Schrauben des Armaturenbretts heraus. Zuvor mussten wir das Lenkrad mit den Lenkstockschalter ausbauen. Danach bauten wir das komplette Armaturenbrett heraus indem wir im Innenraum alle Schrauben lösten. In den Luftschlitzen befinden sich jeweils eine Schraube die man nach dem man die Blenden vorsichtig raushebelt löst. Zu beachten ist das zwei Schrauben sich im Motorraum befinden die man entfernen muss um das Armaturenbrett wegzubringen. 

Das Armaturenbrett ist komplett entfernt

Klimaanlage ausbauen.

 

Da unser Überrollkäfig in den Motorraum vor geht und wir deshalb das gesamte Armaturenbrett ausbauen mussten, entschieden wir uns die vorhandene Klimaanlage auszubauen da uns diese immer wieder in die Quere kam. Wir entfernten den Kühlergrill um an den Schlossträger zu kommen. Der Schlossträger ist seitlich mit jeweils 2 Schrauben sowie mit 4 Schrauben an der Oberseite befestigt. Als diese entfernt waren zogen wir ihn nach oben heraus Da es keine andere Möglichkeit gab mussten wir den Klimakühler nach oben herausheben. DIe Klimaschläuche waren alle samt mit Überwurfmuttern verschraubt. 

 

 

 

 

Marci stützt sich mit Beine gegen die Frontscheibe

 

 

Scheibe ausbauen. 

 

Um den Überrollkäfig in unser Auto zu bekommen musste die Frontscheibe raus. Marcel drückte gleichmäßig und vorsichtig mit den Füßen von Innen gegen die Frontscheibe, währned Nina´s Vater die Dichtung der Scheibe und somit die Verankerung der Frontscheibe mit einem Schraubendreher löste. Nina hielt die Scheibe von außen so dass sie nicht umkippen konnte. Bei diesem Geschäft ist vorsicht geboten da die Scheibe leicht reisen kann wenn sie beim herausdrücken verkantet. Mit den Streben der Fahrerseite voraus schoben wir den Überrollkäfig von vorne ins Auto. Um die Streben der Beifahrerseite hineinzubekommen schoben wir die schon im Auto vorhandenen Streben wieder aus der Fahrertür hinaus um somit den restlichen Teil des vorderen Käfigs ins Auto zu bekommen. Somit hatten wir einmal einen Einblick wie wir den Käfig einbauen würden doch die eigendliche Arbeit kommt noch auf uns zu. 

 

 

Überrollkäfig das erste mal im Auto

Wir hoben den Überollkäfig erst einmal grob in den Innenraum um so die Position der Befestigungspunkte auszumachen.

 

 

Neue Kotflügel

 

Erst gegen später sahen wir das im Reglement feststand das ein Rallyeauto der Gruppe G nicht gebördelt sein darf. Zu unserem Pech war unseres vom Vorbesitzer noch umgebaut. Die Hinteren waren wieder normal doch die Vorderen noch gebördelt. Wir bestellten zwei neue Kotflügel da diese günstiger sind als die Gebrauchte. Wir legten eine Plane auf zwei Holzblöcken aus und schliffen, gurndierten und lackierten sie im orginalen FarbtonTornadorot. 

 

 

Da unser Käfig in den Motorraum vorgeht standen wir vor der Frage wie wir das am besten realisieren. Nach dem innen das Armaturenbrett und jegliche Verkleidungen entfernt waren hoben wir den Überrollkäfig von innen an die Karosserie um zu sehen wo wir die Aussparungen machen mussten. Wir bohrten erst große Löcher um dort mit der Druckluftsäge ansetzen zu können. Die rechteckigen Aussparungen waren schnell ausgesägt. Danach war uns noch ein Blech im weg dass uns den Weg auf die Dome verwährte, dort sägten wir eine reichlich große Aussparung hinein um auch die Schrauben problemlos in die Halterungen schieben zu können. Wie in der Anleitung beschrieben bohrten wir gleichmäßig verteilt 4 Löcher auf die runden Platten und setzten daraufhin Schweißpunkte das diese an den Domen hält. An die Aufgeschweißten Halteplatten schraubten wir die Verstrebungen des Überrollkäfigs sowie die Domstrebe.

 

 

Schweißen und Lackieren

 

Wir machten den Innenraum des Golfs blank und schweißten an Platten den Käfig fest an die Karosserie. Mit einer Flex auf die wir ein einen Stahlbürstenaufsatz setzten und die Stellen bearbeiteten an denen geschweißt wurde. Wir klebten die Stellen rundrum ab und Grundierten diese anschließend  lackierten wir diese Stellen wieder Rot. Durch das Schweißen kann es zu einem Brand kommen. Bei uns brannte der Unterbodenschutz leicht woraufhin wir es schnell wieder löschten. Das blank machen der Karrose sollte geübt sein da man sich mit der Flex mit dem Stahlbürstenaufsatz leicht verletzten kann. 

 

 

Kotflügel und Stoßstange

 

Um die Kotflügel zu entfernen mussten wir im Radlauf alle Schrauben beseitigen nachdem dieser dann entfernt war und die letzten Schrauben weg waren, konnten wir den Kotflügel vorsichtig ein Stück nach außen biegen. Danach mussten wir zwei Schrauben neben den Türen rausschrauben. Diese befinden sich unter einer dicken Schicht Karosseriedichtmasse die man zuvor freikratzen sollte und danach diese Dichtmasse komplett entfernt um sie neu aufzutragen. Am besten bekommt man die Karosseriedichtmasse weg indem man einer Flex wieder den Stahlbürstenaufsatz aufsetzt. Die Stoßstange ist schnell zu entferen mit ein paar Schrauben und stärkeres ziehen.  

 

Kotflügel und Stoßstange Retourn

 

An den Stellen wo man die Dichtmasse entfernt hat muss wieder eine neue angebracht werden. Wir strichen diese Dick auf da man damit nicht sparen sollte. Danach befestigten wir mit den ersten 2 Schrauben die Richtung Türen angebracht sind die Kotflügel an seine gewünschte Stelle und strichen eine weite Schicht Dichtmasse auf um die Schlitze abzudichten. Daraufhin schraubten wir den Kotflügel hin und füllten noch einmal die Schlitze vom Radlauf aus nach oben voll an. Dies ist ohne große Umstände zu erledigen. Danach konnten wir die Stoßstange mit den Schrauben wieder festschrauben. Dabei ist zu beachten die Stecker der Scheinwerfer gut zugängig nach hinten rein zu führen um sie später einzustecken. Und schon sieht das Auto wieder aus wie zuvor.

Dichtmasse für die Kotflügel

Freisprecheinrichtung

 

Erst einmal raten wir allen Rallyefahrern eine solche Einrichtung und wir persönlich kennen auch niemanden der keine hat. Wenn man am nächsten Tag keine Halsschmerzen haben möchte wäre dies sehr ratsam. Wir haben das Model Terraphone Professional V2. Die Spannung haben wir von unseren ehmaligen Radio anschlüssen abgegriffen. Das Pluskabel schlossen wir auf einen Schalter an den wir im Amaturenbrett verbaut haben. Den Halter bauten wir aus einem Blech dass wir den Rundungen des Überrollkäfigs anpassten und befestigten diesen mit 2 Rohrschellen.

Aktuelles

Wir fuhren am 08.04.17 die Ostalbrallye und bekamen noch einmal den 3. Platz im GolfCup und hatten eine menge Spaß an diesem sonnigen Tag die Reifen quitschen zu lassen! 

 

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© Marcel Bonn & Nina Schmidt © MN-Rallye